Luftkeimmessung mittels Impaktion

Funktionsweise und Anwendungsbereiche
Die Luftkeimmessung durch Impaktion gehört zu den wichtigsten mikrobiologischen Verfahren, um die Belastung der Raumluft mit lebensfähigen Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Hefen und Schimmelpilzsporen) zu bestimmen. Sie wird in Industrie, Medizin, Forschung und Baubiologie eingesetzt, um hygienische Zustände zu beurteilen oder Qualitäts- bzw. Gesundheitsrisiken zu erkennen.

Was bedeutet „Impaktion“? – Das Messprinzip einfach erklärt
Bei der Impaktion wird ein definiertes Luftvolumen aktiv angesaugt und mit hoher Geschwindigkeit durch eine Düse bzw. mehrere kleine Düsen auf die Oberfläche eines Nährbodens in einer Petrischale gelenkt.

Dabei passiert Folgendes:

  1. Luft wird eingesaugt:
    Ein Luftkeimsammler erzeugt einen konstanten Volumenstrom (z. B. 30 oder 100 Liter pro Minute).
  2. Ablagerung auf der Agaroberfläche:
    Mikroorganismen in der Luft können der abrupten Luftstromänderung nicht folgen und schlagen auf der Nährbodenschicht auf.
  3. Bebrütung:
    Die Platte wird im Labor bebrütet (meist 2–7 Tage, abhängig vom Keimtyp).
  4. Koloniezählung:
    Jeder lebensfähige Keim wächst zu einer sichtbaren Kolonie heran.
    Die Anzahl der Kolonien ergibt die Keimzahl pro m³ Luft (KBE/m³).
    Die Methode misst nur lebensfähige Mikroorganismen, also solche, die sich später vermehren können.

Vorteile des Impaktionsverfahrens

  • Selektiv für lebensfähige Keime
    Nur biologisch aktive Belastungen werden erfasst
  • Standardisierbar
    Luftvolumen & Volumenstrom kontrollierbar
  • Hohe Reproduzierbarkeit
    Vergleich zwischen Messorten und Zeitpunkten möglich
  • Breite Normenbasis
    Akzeptiert in Hygiene- und Qualitätsstandards
  • Sofortige Probenkonservierung
    Direkt auf Nährboden fixiert – kein Probenverlust

 

Haben Sie Bedarf an solch einer Messung?
Dann wenden Sie sich bitte an den Sachverständigen Oliver Gebhard.